Eifersucht

Langsam taumle ich Rückwärts.

was hab ich getan?

Mein Kopf hämmert schmerzhaft und der kleine, dunkle Raum scheint sich um mich zu drehen.

was habe ich getan!?

Ich falle auf die Knie und stütze mich auf dem Boden ab. Tränen rollen über meine Wangen. Blaue und rote Tropfen fallen auf den Boden. Zu einem stummen Schmerzensschrei verzerrt reiße ich den Kopf nach hinten. Könnte ich doch nur schreien. Dieses Gefühl, das wie ein schwerer Stein in meiner Brust auf meinem Herzen wiegt rauswürgen.

Was habe ich getan!?!

Mein Körper zittert und kribbelt taub. Wie gebannt starre ich auf sie, kann meinen Blick einfach nicht von ihr nehmen. Die Stille in dem kalten Raum dröhnt in meinen Ohren, ich halte meinen Kopf, der sich anfühlt als würde er gleich platzen.

was habe ich nur getan!?

Wieder versuche ich zu schreien, die Gefühle aus meinem Körper zu verbannen und allein in der leeren Hülle Haut zurückzubleiben, doch dieser Frieden ist mir nicht vergönnt. Tränen überströmt starre ich auf meine Hände. Das Blut wird dunkel als es zu trocknen beginnt. Die Lache, welche sich um mich herum erstreckt wird langsam kalt. Nur die kleinen Rinnsale, die noch aus dem schlaffen Körper sickern sind noch warm. Die Tränen trüben meine Sicht, sowie die Schuld meine Sinne. Schemenhaft nehme ich den zerfetzten Körper vor mir war. Sie war einst so hübsch gewesen, jetzt ist davon nichts mehr übrig..

was habe ich getan?

Angewidert wende ich mich ab. Mein Magen krampft schmerzhaft als ich mich übergebe. Mein Blick klart etwas auf und schweift über das Massaker. Nackt, reglos und regelrecht ausgeweidet liegt ihre Schönheit in einem kalten See aus roten Tränen.

was habe ich getan..?

Ihre einst so schönen Haare sind in Büscheln verteilt vom Blut getränkt. Blut tropft aus den dunklen Schächten, die einst ihre klaren Augen beherbergten. Vorwurfsvoll und traurig starren diese endlosen Tiefen der Finsternis in meine Seele. Auch aus ihrer nunmehr schiefen Nase und dem, zu einem letzten Schrei verzerrten Mund tropft der rote Lebenssaft. Ihre einst so straffen Brüste hängen in Fetzen von ihrem geschundenen Körper. Gebrochene Knochen, zerfetzte Haut, zerrissenes Fleisch, zerquetschte Augen, zerplatzte Träume, gebrochenes Vertrauen und zerstörte Leben. Das grauenhafte Bild, so voller Abscheu und Hass brennt sich wie ein Schürhacken in meine Augen.

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