Gedankenstürme *13

„Give us Hugs
instead of Drugs“

Nachdem ich die letzten zwei Wochen in Kapstadt, Südafrika verbracht habe und gestern wieder in der trauten Heimat angekommen bin, lasse ich diese zwei Wochen noch einmal revue passieren. Ich weiß kaum wo ich jetzt anfangen soll. Die Gegend ist unglaublich schön. Die Landschaft ist so geprägt von Hügeln und Bergen, dass Mitteldeutschland als Flachland zählen könnte. Wenn die Sonne über diesen Bergen aufgeht und ihre Strahlen langsam in die Straßen zwischen den Häusern Kapstadts kriechen.. es ist ein wunderschöner Anblick. Beobachtet man den traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer, von einem der Berge aus vergisst man kurz alles auf der Welt. Dieser Moment wirkt so vollkommen und perfekt. Im Einklang mit der Natur und man kommt sich angesichst dessen so unglaublich klein vor. Das Gefühl, welches mich bei diesem Anblick ausfüllte lässt sich  kaum in Worte fassen. Die Kultur, das „Nachtleben“ (so sehr ich das eben mitbekommen habe, ich bin nicht unbedingt jemand, der viel feiern geht) waren faszinierend und schön. Die Menschen, die ich kennenlernen durfte habe ich tief in mein Herz geschlossen. Es ist deprimierend, wenn Freunde so weit weg sind. So schön diese Gegend ist, so dunkel sind ihre Schattenseiten. Ich war schockiert über die Verhältnisse in dieser Stadt. Fährt man 10 Minuten mit dem Auto aus der Villengegend findet man sich schnell in einem, von Stacheldraht und Wellblech dominierten Slum wieder. Die Kriminalität und Armut, neben der Idylle und dem Reichtum ergeben ein surreales, unwirkliches Bild. Ein trauriges Bild. Aber angesichts dessen ist es noch faszinierender, wie nett, familiär und offen ein Großteil der Menschen dort sind. Als wir an einem der Slums vorbei gefahren sind habe ich an einer Mauer das Graffiti „Give us Hugs instead of Drugs“ gelesen. Ich musste grinsen, weil es so schlicht und niedlich klingt. Doch gleichzeitig brach es mir schier das Herz, wenn man darüber nachdenkt, was hinter diesem Satz eigentlich steckt..

Ob diese zwei Wochen mein Leben verändert haben? Vermutlich nicht. Zumindest nicht im Gesamten. Ob ich nun bewusster Lebe? Ist wohl eine Definitionsfrage.. ich genieße mein Leben mehr, bin mir der Privilegien, die ich akzidentell aufgrund meiner Heimat habe, bewusster und habe entfernte Freunde fürs Leben gefunden.

Dieser Beitrag ist wohl nur ein sehr kleiner, fast schon nichtssagender Abriss einer faszinierenden Reise, die ich niemals vergessen und hoffentlich irgendwann noch einmal unternehmen werde.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ich hasse Flugzeuge. Diesen fliegenden Metallkäfigen traue ich einfach nicht…

4 Kommentare zu „Gedankenstürme *13

  1. Wie sagt man so schön, Flugzeuge sind die sichersten Transportmittel! 😀 (Auch wenn ich, nachdem ich die Serie „Lost“ geschaut habe, den Dingern auch nicht mehr so recht trauen kann xD)
    Jetzt will ich auch nach Südafrika, trotz der Berge! ;D Das muss da ja unglaublich schön sein, vor allem die Natur *-*

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    1. Ich weiß nich, ich hab immer das Gefühl wir gehören nicht in diese Luft xD ich hab echt Angst vorm fliegen.. <.<
      Jaaa die Gegend ist sowas von toll! 😀 Haben auf einen Berg ca 6 Stunden gebraucht, aber diese Aussicht hat sich einfach gelohnt :3

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  2. Mal ein etwas anderer Beitrag von dir, hehe. Aber ich freue mich sehr für dich, dass du diese Möglichkeit hattest. Ich kann dieses zerreißende Gefühl ja so nachvollziehen, wenn Freundschaften fürs Leben geschlossen werden und diese dann so weit weg sind! Vielleicht kannst du uns ja noch ein paar Fotos zeigen. 🙂

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    1. Ist der anders als sonst, findest du? :p Ich war auch einfach absolut begeistert, diese Chance zu haben. :3
      Die Anderen haben sehr viele Fotos gemacht, sobald ich die habe zeige ich sie euch sehr gerne^^ zumindest einige, das werden nämlich ein paar hundert sein xD

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