Buchrezension *2_Der Insasse

Da ist sie endlich, meine Rezension bezüglich Sebastian Fitzeks neuem Psychothriller Der Insasse! Angefixt von der XXL-Leseprobe, welche die ersten acht Kapitel umfasste, hatte ich bereits einen kleinen Teaser verfasst, da ich es einfach kaum erwarten konnte, das neue Werk von Deutschlands erfolgreichstem Psychothriller-Autor in die Finger zu bekommen. Und nach fast drei Tagen hatte ich das 384 Seiten lange Buch auch schon durchgelesen – leider, muss ich sagen!

An dieser Stelle wird wohl jeder Bücherwurm verstehen, dass ein Buch durchgelesen zu haben das schönste und gleichzeitig schrecklichste Gefühl überhaupt ist.

Und bei kaum einem Buch war ich nach der letzten Seite innerlich so zerrissen und aufgewühlt, wie bei Der Insasse!

Der Klappentext fasst kurz und bündig die Ausgangssituation des Romans zusammen:

Um die Wahrheit zu finden,

muss er seinen Verstand verlieren.

DER INSASSE

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berkhoff.

Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.

Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.

Max‘ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:

Er muss selbst zum Insassen werden.

Diese acht Sätze verraten eindeutig nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig über das, was zwischen den Buchdeckeln passiert. Schon von der Leseprobe und dem Lese-Experiment, welches vor Veröffentlichung durchgeführt wurde, wusste ich ja in etwa, was mich erwarten würde. Was dann kam, hat mich aber doch in einigen Momenten schockiert.

Schon im ersten Kapitel wird der Leser voll ins Geschehen geworfen und schon das Ende des ersten Kapitels bietet uns den ersten Plottwist und Schockmoment. Darauf war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet und Sebastian Fitzek hat mich damit das erste Mal getroffen – und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Im Laufe der Kapitel habe ich unzählige Male geweint, habe mich geekelt, fühlte Mitleid, wollte manche Charaktere einfach in den Arm nehmen und andere in die Besinnungslosigkeit prügeln. Typisch für Fitzek werden im Laufe der Geschichte tausende Fragen aufgeworfen und der Protagonist, der mal wieder schlimmste psychische und physische Qualen über sich ergehen lassen muss, ist mindestens genauso oft ratlos und verwirrt, wie der Leser, der ihn begleitet. Das Fitzek es schafft mit seinen Beschreibungen und seiner Charakterdarstellung dafür zu sorgen, dass es mir beim Lesen teilweise den Magen umdrehte und ich mich zwingen musste, jedes Wort in mich aufzunehmen, beeindruckt mich immer wieder und war auch in Der Insasse wieder der Fall. Im Laufe der Geschichte habe ich gefühlt tausende Tränen geweint. Und natürlich wog ich mich wieder zahlreiche Male in dem Glauben, die Story geblickt zu haben, nur um dann von einem seiner Plottwists eines Besseren belehrt zu werden. Jedoch muss ich zugeben, dass mich der finale Plottwist nicht so sehr umgehauen hat, wie zum Beispiel der aus Flugangst 7A – was aber nicht heißt, dass er nicht gut war! Sebastian Fitzek hat die Auflösung wirklich bis auf die letzten Seiten hinausgezögert, und führt den Leser auf sehr schöne und spannende Weise an die Wahrheit heran.

Auch für die Danksagung hat sich Sebastian Fitzek dieses Mal etwas besonderes einfallen lassen, also vergesst nicht, auch die zu lesen.

Fazit:

Der Klappentext führt den Leser nur an die Ausgangssituation der eigentlichen Geschichte heran und verrät so gut wie nichts von dem Wahnsinn, der zwischen den Buchdeckeln auf denjenigen wartet, der sich traut, sich in die Geschichte zu stürzen. Wie das Lese-Experiment andeutet, ist Der Insasse nichts für schwache Nerven und kann einen in mehrfacher Ausführung psychisch und gefühlsmäßig aufwühlen. Und dennoch war es eine wahre Freude es zu lesen und ich kann allen (Psycho)Thriller- und Fitzek-Liebhabern dieses Buch nur empfehlen!

Aber Vorsicht: Lesen auf eigene Gefahr!

 

3 Kommentare zu „Buchrezension *2_Der Insasse

  1. Hallo Tilly,

    das hast du so treffend und gut beschrieben. Das mag ich an seinem Büchern eben auch immer sehr. Man schlägt die erste Seite auf, zack, mitten drin statt nur dabei! Und das hin und her gerissen sein ist einfach genial, und ja, die Schockmomente sind garantiert, inzwischen, zu Beginn seiner Kariere war es ja noch nicht so „schlimm“.

    Nach einem Buch von Fitzek geht es mir immer gleich, ich all in ein Loch, und ich schaff es nicht gleich zu einem neuen Buch zu greifen denn alles was danach kommt ist kalter Kaffe, ausser man würde sich wieder einen Fitzek krallen, doch da ich alle von ihm gelesen habe, muss ich mich auf Ende Oktober freuen wenn dann sein neues Buch erscheint.

    Der Insasse fand ich auch sehr gelungen. Aber ehrlich, ein wirklich schlechtes Buch von ihm hab ich noch nie gelesen. *gg*

    Liebe grüsse
    Alexandra

    #Bloggernetzwerk

    Gefällt mir

    1. Hallo Alexandra!

      Es freut mich total, dass du so viel bei mir rumschaust *-*

      Ja, ich bin auch ein absoluter Fitzek-Fan und fand bisher ebenfalls eigentlich alle Bücher von ihm unglaublich gelungen! Wobei ich bisher aber noch nicht alle gelesen habe – Asche auf mein Haupt..

      Warst du bei seiner Leseshow? Die war unglaublich toll *_*

      Gefällt mir

      1. Hi,

        gerne doch 😉

        Ach, es sind ja auch viele, und ich hab mit ihm vor 10 jähren angefangen also genug zeit mich durch all die Bücher durchzulesen 😉

        Nein, war ich nicht, ich bin aus der Schweiz, genauer gesagt aus Zürich, und da liegt da leider nicht am Weg. Leider gab auch hier noch nie ne Lesung, würde es mal eine geben, ich wär sofort dabei *lach*

        Ich wünsch dir noch einen schönen nachmittag und liebe Grüsse
        Alexandra

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s