Die Montagsfrage Mai19_01

Mit einem Tag Verspätung habe ich es nun doch geschafft, mir eine Antwort auf die gestrige Montagsfrage zu überlegen!

Warum ich im April (bis auf die Erste) keinerlei Montagsfragen mehr beantwortet habe, lässt sich auf zwei einfache Gründe zurückführen: Ich habe es zum einen zeitlich einfach nicht geschafft (so wie auch bei den writingFirdays des letzten Monats) und zum anderen haben mich die Montagsfragen seit dem auch nicht großartig interessiert. Bzw hatte ich entweder keinen eigenen Bezug oder zu wenig Erfahrung, um mir eine fundierte Meinung zu bilden, die es wert gewesen wäre, in die unendlichen Tiefen des Internets versenkt zu werden.

So kommen wir ohne Umschweife zur Montagsfrage, die lauter&leise gestern gestellt hat:

Was macht eine gute Buchhandlung aus?

Angesichts des Zeitalters des Internets und anonymer Großhandel, ist das wohl eine sehr berechtigte Frage. Ich muss zugeben, ich persönlich hasse es, Bücher online zu bestellen. Ich möchte in die Bücher hineinlesen können, wie es mir gefällt und nicht, wie es der Onlinehandel erlaubt – oder eben nicht. Ich möchte das Papier der Seiten zwischen den Fingern fühlen, spüren, wie schwer oder leicht es in der Hand liegt. Ich möchte in dem Geruch neuer oder alter Bücher schwelgen; kurz: ich möchte das Buch mit allen, mir zur Verfügung stehenden Sinnen entdecken – und das ist online einfach nicht möglich.

Außerdem lese ich meist noch im Laden die ersten Seiten und kann das Buch auf der Busfahrt nach Hause natürlich auch nicht aus der Hand legen. Ich bin ein ungeduldiger Mensch – mehrere Tage warten zu müssen, bis das ausgewählte Buch endlich in meinem Briefkasten steckt, ist einfach nichts für mich!

So ist die Zwischenfrage, ob Online- oder Offlinehandel eigentlich obsulet. Kommt als nächstes also die Unterfrage: Warum die kleine Buchhandlung an der Ecke und nicht die Filiale des Riesenunternehmens im Stadtzentrum?

Für mich genauso einfach zu beantworten, wie die vorherige Frage. Es ist der Charme und die Vielfalt. Egal ob Thalia oder Hugendubel und wie sie nicht alle heißen. Der Aufbau und vor allem der Inhalt der Läden ist doch irgendwie immer gleich. Man hat die Bestsellerliste, die in jedem dieser Läden letzten Endes gleich ist (welch ein Wunder). In den vielen Kleinen Buchhandlungen hingegen kann man teilweise richtige Schätze entdecken. Vor allem dann, wenn es eine Buchhandlung mit spezifischem Genre ist und sie daher von diesem Genre eine größere Auswahl bieten kann, als eine Kette. Außerdem gefällt es mir, mich in den kleinen Buchläden mit den Verkäufern zu unterhalten, die manchmal sogar identisch mit dem Besitzer sind. Man merkt dann einfach, dass diese Buchhandlung mit Liebe und Herzblut geführt wird. Außerdem macht es einfach Spaß, die kleinen Läden in der Altstadt zu erkunden, wenn man irgendwo zu besuch ist. Das, was in Hamburg oder Balingen in einem Hugendubel steht, ist am Ende doch das Gleiche, wie auch im Hugendubel von Berlin oder Erfurt. Die kleinen, familiären Buchhandlungen hingegen sind es, die es bei einem Städtetrip zu erkunden gilt. Die sich mit ganz eigenem Charme in die Fachwerkhäuser irgendwelcher Altstädte schmiegen und ihr mit ihren Geschichten einen ganz eigenen Kosmos an Leben einhauchen.

Was macht für euch eine gute Buchhandlung aus?
Lasst einen Kommentar dar oder schreibt euren eigenen Beitrag zur Montagsfrage!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s