Geplauder aus dem Tintenfäßchen *2

Eine weitere Woche ist vergangen und zugegebener Maßen war ich in diesen sieben Tagen was das Schreiben angeht nicht so produktiv, wie ich es gerne gewesen wäre.

Diese Woche komme ich leider gerade mal auf 1821 Worte. Die Stichpunkte, die ich für meine Hausarbeit bisher zusammengetragen habe, lasse ich dabei absichtlich außen vor. Das zählt für mich persönlich einfach nicht.

Wahnsinn und Erzählungen

Für meine letzte Hausarbeit habe ich diese Woche zwar gearbeitet, jedoch nicht wirklich etwas geschrieben. Den Anfang der Woche habe ich mit Recherche in der Uni verbracht. Dabei habe ich ein paar echt tolle Bücher bezüglich Hoffmann und den Sandmann gefunden.Innerhalb der Hausarbeit befasse ich mich mit der Erzählweise und der Diegese von Hoffmanns Sandmann. Das war letztes Semester wohl eindeutig mein Lieblingsseminar und daher gleicht es mir einem inneren Blumenpflücken, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Leider dauert es immer eine gefühlte Ewigkeit, bis ich in der Bibliothek die Bücher finde, die ich auch haben möchte oder brauche. Ich stehe mit dem OPAC (das ist die Online-Suchseite der Bibliothek) bisher auch nach vier Semestern noch auf dem Kriegsfuß. Vielleicht sprechen wir auch einfach nicht die gleiche Sprache oder es mag mich schlichtweg einfach nicht. Es ist bloß nervig, weil es dadurch viel Zeit frisst, die richtigen Bücher zu finden. Aber dafür habe ich ein Buch gefunden, was ich mir nun sogar privat gekauft habe – ich verbuche das also als einen Sieg. Ja, das alles hat per se nichts mit dem Schreiben zu tun. Es handelt sich dabei aber um Recherche FÜR das Schreiben, also zählt es doch irgendwie auch mit in das Tintenfäßchen. Schließlich muss man gerade für eine Hausarbeit richtig recherchieren, um anschließend auch eine adäquate Arbeit zu verfassen.

Mit der Selbstreflektion (die ich nächste Woche abgeben muss) habe ich mich im Laufe der Woche nicht weiter beschäftigt, das rutscht also auf die To-Do-Liste für nächste Woche.

Das Ende ist nah und Elfen gibt es auch

Den größten Schreibanteil hatte ich in dieser Woche eindeutig an meinem Projekt, was ich absofort als „Projekt Memento Mori“ bezeichnen werde. Dafür habe ich ganze 1188 Worte getippert. Diese Worte bilden nun das momentan 42. Kapitel. Da aber noch ein paar Kapitel zwischendurch eingeschoben werden, wird die Zahl nicht bei diesem Kapitel bleiben. Außerdem ist das Kapitel mit diesen 1188 Wörtern noch nicht beendet. Naja vielleicht doch… ich weiß es noch nicht genau. Eigentlich sollte das Kapitel noch ein Stückchen gehen. Gleichzeitig habe ich bei der letzten Schreibsession mit einem Satz aufgehört, der sich auch sehr gut als Kapitel-Ende machen würde. Aufgrund meiner chaotischen Ader, die sich auch beim Schreiben ausdrückt, habe ich leider grundsätzlich das Problem, dass sich ständig irgendetwas ändert und ich eine neue Idee habe oder meine Figuren nicht das machen wollen, was sie sollen. Nun hatte ich auch die Idee bekommen, eine Figur zu schwängern und damit einen neuen Konflikt reinzubringen. Das Problem an der Sache: Die Figur ist männlich… Es ist zum Haareraufen! Auch ist es sehr schwierig, gerade in den Endkapiteln, wenn alle Fäden zusammenführen, eine Szene zu schreiben, in der alle Figuren da sind (in meinem Falle sind das acht) aber nicht alle handeln innerhalb dieser Szene. Wenn ich dann seitenweise eine Szene schildere, in der nur drei der anwesenden Personen handeln, habe ich immer das Gefühl, dass die anderen wie Salzsäulen daneben stehen. Wie eingefroren. Und irgendwie ist das ein echt seltsames Bild. Aber sie mit irgendeiner kleinen, fast schon unbedeutenden Handlung oder einem Kommentar am Geschehen teilhaben zu lassen, fühlt sich wieder so gezwungen an. Es ist das Gefühl von „Hey du, es ist toll, dass du da bist und bis vor zwei Sätzen habe ich dich hier auch noch gebraucht, aber jetzt eher nicht mehr, also geh mal schön spielen, bis ich dich vielleicht doch wieder brauche.“ Und das funktioniert einfach nicht, wenn die Figur die Szene nicht verlassen kann. Ich muss mir da noch was einfallen lassen.

Außerdem habe ich diese Woche endlich mal wieder eine WritingFriday verfasst. Ich weiß nicht wieso, aber ich kann diese Beiträge einfach nicht vorher verfassen. Dann habe ich einfach keine Ideen und starre auf ein leeres Blatt. Daher schreibe ich die Beiträge entweder am jeweiligen Freitag und lade es dann auch gleich hoch oder eben nicht. Daher kommt es wohl auch öfters vor, dass ich eine Woche verpasse, weil ich es an dem Freitag einfach nicht geschafft habe oder keine Zeit zum schreiben hatte. Diese Woche ging es dabei um Ronja, die unfreiwillige Elfe und Victor, den unbegabten Zauberer. Das zu schreiben hat mir eigentlich sehr viel Spaß gemacht. ich muss sagen, früher habe ich Kurzgeschichten völlig ohne wörtliche Rede geschrieben, aber mittlerweile habe ich richtig gefallen daran gefunden Dialoge zu schreiben.

Was ich aus dieser Woche schreibtechnisch mitnehme

  • Recherchieren ist aufwendig, aber nötig (auch für belletristische Arbeiten!)
  • In einer Woche wenig schreiben ist auch gut – Hauptsache du kommst voran!
  • Das Ende einer längeren Geschichte ist für mich der schwierigste Teil zu schreiben
  • Dialoge sind leicht zu schreiben, aber schwer realistisch zu gestalten – üben, üben, üben.

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