Geplauder aus dem Tintenfäßchen *4

So viel zur Regelmäßigkeit dieser Beitragsreihe. Aber wenigstens kann ich dieses Mal nichts dafür, dass es eine Woche ausgesetzt hat. Naja, zumindest kann ich nur indirekt etwas dafür… Wer ab und an bei mir auf Instagram vorbei schaut, weiß, dass mein Laptop mir letzte Woche einen kleinen Herzinfarkt beschert hat, da das Display ausgestiegen ist. Mein Part an der Misere war, dass ich ihn beim Aufklappen wohl überdehnt habe – aber glücklicherweise hat es nur vier Tage gedauert und ich habe ihn seit Donnerstag zurück – mit neuem Display. Die letzten drei Tage habe ich ihn dann auch trotz Arbeit intensiv genutzt.

Literatur in Zahlen und 1667 Wörter pro Tag

Ich habe am Donnerstag damit begonnen, die Wortanzahl mitzuschreiben. Egal ob Uni oder kreatives Schreiben, jedes Dokument kommt absofort in eine Tabelle und dann wird Die Tages-Wortanzahl und auch die Wochen-Wortanzahl mitgeschrieben. Dazu habe ich mich endlich mal mit Excell beschäftigt, was doch besser geklappt hat, als ich dachte.  Um ehrlich zu sein, fange ich das nun aber nicht einfach so an, sondern als Vorbereitung für den diesjährigen NaNoWriMo, an dem ich teilnehme. Dabei geht es darum, innerhalb eines Monats (November) die Rohfassung eines Romans zu schreiben, der mindestens 50.000 Wörter lang ist – also etwa 1667 Wörter pro Tag. Um mich zum einen an dieses Schreibtempo zu gewöhnen und andererseits einen ordentlichen Überblick darüber zu haben, wie viel ich schon habe, habe ich nun also angefangen mitzuzählen. Diese Woche (die aufgrund des kaputten Laptops nur aus drei Schreibtagen besteht) habe ich also insgesamt 5797 Wörter geschrieben, die meisten (3704) sind dabei am Freitag über meine Tastatur gehüpft. Ich schätze einfach mal, dass das für den Anfang eine Zahl ist, mit der man arbeiten kann. Alles in allem bin ich zumindest doch ganz zufrieden mit dieser ersten Bilanz.

Endlich am Ende

Donnerstag und Freitag habe ich endlich meine Hausarbeit zum Sandmann beendet. Nachdem ich viel theoretisch und mit Sekundärliteratur gearbeitet habe, kam ich letzten Endes doch noch dazu mit dem Primärtext zu arbeiten. Dabei ist mir die Hausarbeit jedoch zwei Seiten zu lang geworden. Eigentlich sollte ich mich freuen, dass ich sogar 17 anstatt 15 Seiten geschafft habe, gleichzeitig ist das aber eigentlich recht doof, da ein Großteil der Dozenten nicht mehr Seiten haben will. Und da wären wir wieder bei meinem Kürzungsproblem, das sich noch immer nicht gelöst hat. Ich bin mir nicht sicher, ob manche der Kapitel nicht zu ausschweifend geworden sind oder ob ich das alles doch noch brauche, um meine Fragestellung beantworten zu können. An welcher Stelle zieht man da am Besten die Grenze? Wie viel und wie detailliert muss man andere Interpretationen erörtern? Nun habe ich auch das Gefühl, dass die Einleitung und das Resümee (was ich grundsätzlich als Letztes schreibe) nicht so wissenschaftlich und ausgereift klingt, wie der Rest der Arbeit. Ich habe den Text mal wieder ein paar Komillitonen zum Drüberlesen gegeben, mal sehen, was sie davon halten. Ich bin jedenfalls froh, am letzten Tag meiner Semesterferien die Hausarbeit endlich beendet zu haben.

Überarbeitung und Vorbereitung

Zwar fehlt bei meinem Projekt MeMo (Memento Mori) noch der Epilog, jedoch freue ich mich darüber, dass die Rohfassung ansonsten beendet ist und ich endlich in die Überarbeitungsphase gehen kann! Das bedeutet für mich als erstes: Kapitel hinzufügen. Während ich das Ende geschrieben habe, sind mir noch ein paar Ideen gekommen, wie ich meinen Protagonisten Xan und Jojo das Leben schwer machen kann und naja… da müssen sie jetzt wohl durch. Also wird der Text vermutlich noch um etwa 10 Kapitel länger, ehe ich in die Detailbearbeitung gehe. Dabei möchte ich es jedoch nun auch wirklich belassen. Ich habe mal gelesen: Ein Autor ist niemals fertig mit der Überarbeitung seines Textes, er weiß nur, wann er aufhören sollte. Bitte fragt mich nicht, wer das mal gesagt hat, ich habs gelesen und fands gut. Daher habe ich mich auch schon von einigen Ideen verabschiedet und baue nur ein einziges Problem noch mit ein (was besonders Jojo vermutlich nicht gefallen wird – tut mir leid, Kumpel) und baue die Welt für den Leser noch ein bisschen aus. Dann geht es an die Details, da solche Sachen wie Kleidung, Aussagen über die Vergangenheit oder Jahres-/Tageszeiten teilweise noch nicht ganz hinhauen. Wenn alles gut geht, dürfte ich aber bis Ende Oktober endlich fertig sein – knapp ein Jahr nachdem ich mit der Idee zu MeMo angefangen habe. Dann werde ich es an ein paar Testleser geben (Interesse? Dann melde dich!^^) und anschließend entscheiden, ob ich es als meinen Debütroman veröffentliche oder nicht…

Wie bereits erwähnt nehme ich am NaNoWriMo teil. Eigentlich bin ich ja ein vehementer Bauchschreiber und tue mich der Fülle an Möglichkeiten eher schwer, wenn ich versuche zu plotten. Jedoch bezweifle ich, dass daraus eine annehmbare Rohfassung wird, wenn ich blindlings in den NaNoWriMo starte und jeden Tag einfach drauflos schreibe. Also versuche ich momentan nebenbei zu plotten. Dazu habe ich mir ein extra Heft angelegt, welches ich nur dafür verwende. Mein Projekt für den NaNo wird auf dem neuen Rammsteinalbum aufbauen, bzw. dessen Lieder thematisch verarbeiten. Man kann sich also denken, dass es keine besonders glückliche Story wird und ein HappyEnd eher unwahrscheinlich ist. Nun stecke ich momentan etwas fest, da ich zwar einzelne konkrete Szenen vor Augen und auch schon einen Umriss/Aufbau der Story habe, jedoch fehlen mir die ganzen Zwischenstücke und ich weiß noch nicht recht, wie ich das löse. Ich hatte auch schon überlegt einen Subplot einzubauen, bisher ist mir aber noch nichts passendes eingefallen – leider. Außerdem fehlt mir noch ein Arbeitstitel. Das stört mich selbst vermutlich am aller meisten.

Was ich aus dieser Woche schreibtechnisch mitnehme

  • Regelmäßiges notieren der Wortzahl hilft eine tägliche Schreibroutine zu entwickeln – also fleißig zählen!
  • Eine gute Hausarbeit kann auch mal zwei Seiten länger ausfallen
  • Warum muss plotten nur so schwierig sein?
  • Ein Austausch mit anderen tapferen Schreiberlein ist wichtig und hilft dich und dein Schreiben zu verbessern

 

 

 

 

 

 

 

 

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